Roggenmischbrot mit Sonnenblumenkernen

Basierend auf dem Roggenmischbrot mit Vollkorn von Lutz Geißler habe ich heute ein Roggenmischbrot mit Sonnenblumenkernen gebacken.

Weitestgehend habe ich mich an das Rezept gehalten, jedoch gab ich 200g frisch geröstete Sonnenblumenkerne mit in den Hauptteig.

Nach dem Backen habe ich das Brot noch mit heißem Wasser abgestrichen, was für eine sehr feine und glänzende Kruste gesorgt hat.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Rest-Wochenende!

P.S: Das Bild vom Anschnitt reiche ich euch nach, der neue Beta-Editor für Android macht mich gerade wahrsinnig…

Er pflüget den Boden…

… er egget und sät…

Naja zumindest letzteres wurde heute mit tatkräftiger Unterstützung meines Junior-Gärtners ausgeführt:

Gelbe Cherrytomaten, Gurken, Snackpaprika, Kerbel, rotes Basilikum, Dill und ein paar Blumen haben den Weg in den Topf und mit diesem ins „Gewächshaus“ gefunden.

Bei passender Sonneneinstrahlung sind 20°C und eine gute Luftfeuchtigkeit schnell erreicht. Die Keimung sollte also ein Selbstläufer sein 😉

Ich werde weiter berichten… to be continued.

Dinkel-Ruchmehl-Kastenbrot

Zur Zeit sind bei meinen Essern eher hellere Brote gefragt. Aus diesem Grund und da ich bei meiner letzten Mühlenbestellung das 1600er Weizenmehl (Ruchmehl) zum Testen erworben habe, sind heute diese beiden Brote entstanden.

Ich denke wenn man kein Ruchmehl hat lässt sich mit Weizenvollkornmehl ein ähnliches Ergebnis erreichen. Lediglich die Wassermenge muss eventuell angepasst werden.

Vortag 19 Uhr:

Dinkelsauerteig:

  • 100g Dinkelvollkornmehl
  • 20g Anstellgut vom Roggensauer
  • 100ml warmes Wasser

Gut vermischen und abgedeckt an einem warmen Ort (Fensterbank über der Heizung) 12-14 Stunden reifen lassen. Der Sauerteig ist dann kräftig aufgegangen und komplett mit Blasen durchsetzt, die Oberfläche sollte jedoch noch nicht wieder einfallen.

Poolish:

  • 200g Dinkelmehl Type 1050
  • 2g Hefe, frisch
  • 250ml Wasser

Ebenfalls abgedeckt bei Raumtemperatur reifen lassen. Dieser Vorteig ist recht weich, sollte aber ebenfalls mit Blasen durchsetzt sein und angenehm säuerlich riechen.

Am Backtag als erstes 200g Dinkelschrot mit 250ml kochendem Wasser übergießen und offen quellen lassen bis das Wasser eingezogen ist. Hierfür solltet ihr mindestens 30 Minuten, besser mehr kalkulieren.

Als zweiten Schritt den Hauptteig herstellen:

  • Sauerteig
  • Poolish
  • Quellstück
  • 400g Ruchmehl (W 1600)
  • 400g Dinkelvollkornmehl
  • 22g Salz
  • 20g Hefe, frisch
  • 400ml Wasser

Alles in der Küchenmaschine in 10 Minuten (4 langsam, 6 schneller) zu einem glatten, aber durchaus weichen Teig verarbeiten.

Teig vor der Stockgare

Diesen abgedeckt (Bäckerleinen oder Geschirrtuch) etwa eine Stunde garen lassen. Das Volumen sollte sich nahezu verdoppelt haben (bei meiner Schlüssel oben ging er bis zum Rand)

Den Ofen mit Backstein auf 230°C vorheizen.

Nun in der Küchenmaschine einmal durchkneten und in zwei mit Backpapier ausgelegte Kastenformen füllen (Bild 1), eine weitere Stunde gehen lassen (Bild 2) und mittig einschneiden (Bild 3)


Nun mit kräftigem Schwaden einschießen und 5 Minuten anbacken. Den Schwaden ablassen und die Temperatur auf 200°C reduzieren. Weitere 30 Minuten backen.

Dann die Brote aus der Form nehmen, vom Backpapier befreien und direkt auf dem Stein in weiteren 20 Minuten fertig backen.

Sollten die Brote oben zu doll bräunen frühzeitig auf Unterhitze umschalten oder notfalls mit Alufolie abdecken.

Die Brote sollten in der letzten Phase auch an der Seite bräunen und knusprig werden. Der übliche Klopftest sollte Klarheit über den Garzustand bringen

Und nun: abkühlen lassen, anschneiden und genießen!

Welchen Wein zu welchem Essen?

Inspiriert durch die Blog-Aktion einiger Luxemburger Blogger zum Valentinstag möchte ich euch das Thema der passenden Weine zum Essen etwas näher bringen.

In meinem Artikel möchte ich euch das äußerst ansprechende Valentinstag-Menü von Jill’s Kleinem Kuliversum als Beispiel nennen und empfehlen. Die Links zu den einzelnen Gänge findet ihr etwas weiter unten.

Nicht nur am Valentinstag, sondern auch bei jedem anderen leckeren Essen stellt sich früher oder später die Frage: „Was wollen wir trinken…“

Vorab macht sich immer ein Aperitif gut. Dies gibt den Gästen die Möglichkeit anzukommen und sich auf das Menü einzulassen. Körper & Geist können etwas entspannen und so wird man auch „genussreif“, soll heißen man merkt überhaupt was da Feines aufgetischt wird (der Kochende wird es danken ;-))

Hierbei sollten jedoch ein paar Grundregeln beachtet werden, um einen gelungenen Einstieg ist ein kulinarisches Erlebnis zu gewährleisten.

Der Aperitif sollte nicht:

  • zu schwer/ sahnig sein
  • zu alkoholstark sein
  • zu süß sein

Am besten macht sich die Kombination aus wenig Alkohol, etwas Frucht/ Aromaten und gerne etwas Kohlensäure. Nicht umsonst sind die klassischen Aperitifs mit Schaumweinen aller Art + Likör/ Saft/ Früchten/ Sirup etc. so beliebt.

Dies hat Jill’s mit ihrem Aperitif auch so gemacht. Hier nochmal das ganze Menü:

♡  Valentinstag Menü  ♡

Razz-Cocktail mit Himbeeren

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Lachstatar mit Avocado

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Schweinemedaillons mit Speckkartoffeln und saisonalem Gemüse

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Molleux au chocolat mit Passionsfrucht

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Bevor ich mich den einzelnen Gängen zuwenden möchte ich euch noch ein paar grundlegende Regeln erläutern. Zu allererst sollte das Gericht analysiert werden: 

  • Welche Garmethode wurde eingesetzt (Braten, Dämpfen, Kochen etc)
  • Welche Primäraromen sind im Gericht
  • Wie ist die Hauptzutat beschaffen (Fettgehalt, Fleischfarbe etc.)

    Dadurch entsteht ein Bild des Gerichtes, welches mit den Aromen des Weines möglichst gut harmonieren sollte. Je besser ihr also das Essen kennt desto besser könnt ihr den Wein aussuchen.

    Für den nächsten Schritt ist etwas Weinwissen nötig, welches man sich aber durchaus aneignen kann. Es gibt ein paar Kombinationen die einfach passen (z.B: Erdbeeren & Champagner) aber auch viele an die man sich herantasten muss.

    Wer dieses komplexe Thema besser verstehen möchte, dem sei Wein & Speisen – Leidenschaft mit System von Christina Fischer ISBN 978-3-7716-4431-4 wärmstens empfohlen.

    Nun also zum Menü:

    Vorspeise: Lachstatar mit Avocado

    Lachs, Avocado und Olivenöl bringen volle, „fettige“ (im positiven Sinn) Aromen mit, der Saft der Zitrone bringt Säure.

    Verlangt wird hier in jedem Fall nach einem Weißwein, ich würde einen deutschen Riesling empfehlen. Der Wein darf hier nicht zu leicht sein, sonst wird er vom Fettgehalt und der Säure des Gerichtes erschlagen. Der Riesling bringt knackige Säure und viel Mineralität mit, welche dem Tatar gut stehen werden.

    Hauptgang: Schweinefilet, Speck, Kartoffeln, Gemüse

    Schweinefilet an sich braucht keinen allzu kräftigen Wein, aber ein roter macht sich meist besser. Da in diesem Fall das Filet aber mit Speck umwickelt, kräftig angebraten und mit Kräutern (Rosmarin) kombiniert wurde, muss schon etwas mehr Fülle her.

    Wenn ihr beim deutschen Wein bleiben wollt wäre eine eher kräftige Cuvee oder besser ein Spätburgunder aus dem Barrique ein guter Partner. Wer eher der mediterranen Linie des Rosmarin folgen möchte ist mit einem nicht zu schweren Chianti oder einem Rosso di Montepulciano gut beraten.

    Dessert: Schokoladenküchlein mit Passionsfrucht

    Süße, aber auch herb würzige Aromen der Schokolade, Fruchtigkeit aber auch Säure der Passionsfrucht

    Zum Schokoladenküchlein an sich gibt es mehrere Optionen (u.a. Dessertwein, Tawny Port) In Kombination mit der Passionsfrucht würde ich aber einen weißen Dessertwein bevorzugen. Zum Einstieg in die fantastische Welten des Dessertweines sei euch  dieser Wein und der gesamten Weinlaubenhof Kracher im Burgenland sehr empfohlen.

    Soweit mein kleiner Exkurs in die große Welt des Weines für euch. Wollte ihr mehr davon lesen? Dann freue ich mich über euer Feedback!