Schön, gesund und auch noch lecker!

Oft wird man ja gefragt welche Möglichkeiten es gibt gesundes Essen für Kinder attraktiv zu machen.

Ich stelle immer wieder fest das es sich lohnt vielleicht den einen oder anderen Euro mehr zu investieren und das Erlebnis schon beim Einkaufen anfangen zu lassen. Dann kauft man eben mal wieder beim Gemüsehändler oder auf dem Markt ein, was man eh viel öfter tun sollte. Hier finden sich noch alte Gemüsesorten die so bunt und lecker sind! Tomaten in allen Farben, gelbe Zucchini oder auch lila Möhren – alles spannend zu entdecken. 

Auch die Händler freuen sich meist sehr an interessierten Kindern und Eltern.

Zuhause angekommen können dann alle gemeinsam schnipeln und im Handumdrehen entsteht ein wunderbares Familienessen.

Bei uns wurde es eine 

Gnocchipfanne mit viel buntem Gemüse und vielen frische Kräuter 

aus unserem Garten.

So lecker und so gesund!

Aber bitte mit Sauce!

Gestern war mal wieder die schnelle „was im Haus ist Küche“ angesagt. 

Also die Kartoffeln zu Bratkartoffeln verarbeitet, etwas Speck dazu, Eier in die Pfanne….

Soweit so gut, aber doch etwas langweilig – also muss eine Sauce her.

Fertige Saucen haben wir nie im Kühlschrank da wir sie nicht mögen und ich die meisten auf Grund der Zusatzstoffe auch nicht vertrage.

Also war selber machen angesagt:

Blitz-Majonaise

1 Ei (möglichst frisch)

Neutrales Pflanzenöl

Senf

Zitronensaft und Abrieb

Salz, Pfeffer

Kräuter & Gewürze nach Geschmack
Das Ei in einen schmalen Meßbecher geben und einen Teelöffel Sent dazu. Das Öl langsam aufgießen, so das es eine Schicht auf dem Ei bildet.

Den Mixstab bis ganz unten in den Meßbecher tauchen und dort zu mixen beginnen. Wenn die Emulsion anzieht und weißer wird langsam den Mixer nach oben ziehen und das Öl einmixen.

Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft+-abrieb würzen.

Dann nach Geschmack abrunden. Ich habe gestern etwas Estragon und Zitronenthymian genommen.

Hmmm, so lecker und einfach!

Ich wünsche euch einen schönen 1.Mai!

Dinkel-Ruchmehl-Kastenbrot

Zur Zeit sind bei meinen Essern eher hellere Brote gefragt. Aus diesem Grund und da ich bei meiner letzten Mühlenbestellung das 1600er Weizenmehl (Ruchmehl) zum Testen erworben habe, sind heute diese beiden Brote entstanden.

Ich denke wenn man kein Ruchmehl hat lässt sich mit Weizenvollkornmehl ein ähnliches Ergebnis erreichen. Lediglich die Wassermenge muss eventuell angepasst werden.

Vortag 19 Uhr:

Dinkelsauerteig:

  • 100g Dinkelvollkornmehl
  • 20g Anstellgut vom Roggensauer
  • 100ml warmes Wasser

Gut vermischen und abgedeckt an einem warmen Ort (Fensterbank über der Heizung) 12-14 Stunden reifen lassen. Der Sauerteig ist dann kräftig aufgegangen und komplett mit Blasen durchsetzt, die Oberfläche sollte jedoch noch nicht wieder einfallen.

Poolish:

  • 200g Dinkelmehl Type 1050
  • 2g Hefe, frisch
  • 250ml Wasser

Ebenfalls abgedeckt bei Raumtemperatur reifen lassen. Dieser Vorteig ist recht weich, sollte aber ebenfalls mit Blasen durchsetzt sein und angenehm säuerlich riechen.

Am Backtag als erstes 200g Dinkelschrot mit 250ml kochendem Wasser übergießen und offen quellen lassen bis das Wasser eingezogen ist. Hierfür solltet ihr mindestens 30 Minuten, besser mehr kalkulieren.

Als zweiten Schritt den Hauptteig herstellen:

  • Sauerteig
  • Poolish
  • Quellstück
  • 400g Ruchmehl (W 1600)
  • 400g Dinkelvollkornmehl
  • 22g Salz
  • 20g Hefe, frisch
  • 400ml Wasser

Alles in der Küchenmaschine in 10 Minuten (4 langsam, 6 schneller) zu einem glatten, aber durchaus weichen Teig verarbeiten.

Teig vor der Stockgare

Diesen abgedeckt (Bäckerleinen oder Geschirrtuch) etwa eine Stunde garen lassen. Das Volumen sollte sich nahezu verdoppelt haben (bei meiner Schlüssel oben ging er bis zum Rand)

Den Ofen mit Backstein auf 230°C vorheizen.

Nun in der Küchenmaschine einmal durchkneten und in zwei mit Backpapier ausgelegte Kastenformen füllen (Bild 1), eine weitere Stunde gehen lassen (Bild 2) und mittig einschneiden (Bild 3)


Nun mit kräftigem Schwaden einschießen und 5 Minuten anbacken. Den Schwaden ablassen und die Temperatur auf 200°C reduzieren. Weitere 30 Minuten backen.

Dann die Brote aus der Form nehmen, vom Backpapier befreien und direkt auf dem Stein in weiteren 20 Minuten fertig backen.

Sollten die Brote oben zu doll bräunen frühzeitig auf Unterhitze umschalten oder notfalls mit Alufolie abdecken.

Die Brote sollten in der letzten Phase auch an der Seite bräunen und knusprig werden. Der übliche Klopftest sollte Klarheit über den Garzustand bringen

Und nun: abkühlen lassen, anschneiden und genießen!

Helles Sesam-Quark-Brot

Nach einer unfreiwillig langen Pause konnte ich heute endlich wieder den Ofen heizen und ein schönes Brot backen, oder besser gesagt zwei.

Angelehnt ist mein heutiges Rezept an das Quarkbrot aus Teubner Brot. Ich finde gerade bei hellen Broten die Zugabe von z.B. Quark sehr reizvoll, da so die Frischhaltung deutlich verbessert werden kann.

Am Vortag wird ein Roggensauerteig angesetzt:

  • 215g Roggenmehl Type 1150
  • 20g Anstellgut vom Roggensauer
  • 175ml Wasser

Alles gut vermischen und über Nacht (ca 12-14 Stunden) reifen lassen.

Am Backtag 200g Sesam in der Pfanne ohne Fett rösten und abkühlen lassen. 

Dann für den Hauptteig:

  • 550g Weizenmehl Type 550
  • 290g Weizenmehl Type 1050
  • 150g Roggenmehl Type 1150
  • 100g Quark
  • 20g Hefe, frisch
  • 600ml Wasser

zum Vorteig geben und im langsamen Gang in der Küchenmaschine vermischen.

Dann im schnelleren Gang kneten und dabei 20g Salz und den gerösteten Sesam hinzugeben. Es sollte ein glatter, eher fester Teig entstehen. Bei meiner Maschine liegt die Knetzeit im Gang 4 von 9 bei 6-8 Minuten.

Den Teig abgedeckt 30 Minuten reifen lassen.

Dann auf der Arbeitsplatte mit etwas Mehl zu zwei Laiben formen. Beim Teilen wenn nötig eine Waage zur Hilfe nehmen, damit eure Laibe nicht so unterschiedlich groß werden wie meine 😉
Abgedeckt im Gärkorb erneut mindesten für eine Stunde gehen lassen.


Den Ofen parallel auf 230°C vorheizen.

Die Brote auf den Backstein stürzen, mehrfach einschneiden und mit kräftigem Schwaden backen. Nach 5 Minuten die Temperatur auf 210°C reduzieren und in insgesamt 40-45 Minuten ausbacken.

Sich so lange beherrschen, bis das Brot ausgekühlt ist – dann anschneiden und genießen!

Weizenmischbrot mit Buttermilch und Sonnenblumenkernen

Wie versprochen möchte ich euch mein heutiges Back-Tagewerk nicht vorenthalten. Ich wollte das neue 1370er Roggenmehl ausprobieren, aber auch mal wieder ein Weizenbrot backen. So ist ein Weizenmischbrot mit 60% 1050er Weizenmehl und 40% 1370er Roggenmehl entstanden.

Vorteige: (morgens 10 Uhr)

  • 200g Weizenmehl Type 1050
  • 5g Hefe, frisch
  • 200ml Wasser

Alles zu einem relativ festen Vorteig verrühren und bei 12-14°C zur Gare stellen.

  • 150g Roggenmehl Type 1370
  • 25g Anstellgut vom Roggensauer
  • 150ml warmes Wasser

Ebenfalls gut verrühren und bei 20°C reifen lassen.

Außerdem 250ml Buttermilch erwärmen und 150g Sonnenblumenkernen sowie 50g feinen Roggenschrot damit übergießen. Abgedeckt quellen lassen. 

Die Buttermilch würde bei mir vollständig aufgesogen.
Im Tagesverlauf habe ich die Vorteige, vor allem den WeiButtermilch

gut beobachtet und um 16 Uhr (also nach 6 Stunden Reife) entschieden das er reif für die Weiterverarbeitung ist.

Hauptteig:

  • Quellstück
  • Vorteige
  • 400g Weizenmehl Type 1050
  • 250g Roggenmehl Type 1370
  • 250g Quark
  • 15g Hefe, frisch
  • 20g Salz
  • 200ml Buttermilch

Alles in der Maschine in ca. 6-8 Minuten zu einem festen Teig verkneten.

Im Anschluss habe ich ihm noch eine Stockgare von 45 Minuten direkt in der Rührschüssel gegönnt.

Den Teig auf die gut bemehlte Arbeitsplatte geben und rund wirken. Mit dem Schluss nach unten drehen und auf der Arbeitsplatte erneut abgedeckt 45 Minuten ruhen & reifen lassen.

Nach der Gare einschneiden und mit reichlich Schwaden in den auf 250°C vorgeheizten Ofen direkt auf den Backstein einschießen.

10 Minuten anbacken. Dann den Schwaden ablassen und die Ofentemperatur auf 200°C reduzieren.

Das Brot ist nach etwa 45 Minuten fertig gebacken.


Schade, oder besser gut, das ihr das nicht riechen könnt – sonst müsste ich so viel abgeben 😉

Also müsst ihr schon selbst ran – Viel Spaß dabei und schreibt doch gerne wie es euch ergangen ist.

Helles Dinkel-Kräuter-Brot

Vorteige

  • 300g Dinkelmehl Type 1050
  • 2g Hefe, frisch
  • 300ml Wasser

Sowie ein Roggensauerteig:

  • 300g Roggenmehl Type 1150
  • 30g Roggensauerteig-Anstellgut
  • 325ml Wasser

Beide bei ca 18°C  für 14 Stunden reifen lassen.

Am Backtag mit den beiden Vorteigen und

  • 350g Dinkelmehl Type 1050
  • 35g Hartweizengrieß
  • 5g Backmalz, inaktiv
  • 2EL getrocknete Kräuter (z.B. Basilikum, Oregano)
  • 15g Salz
  • 3EL Olivenöl
  • 20g Hefe, frisch
  • 150ml Wasser (ich hatte 200ml, hätte aber weniger sein können)

In etwa 5 Minuten in der Küchenmaschine (niedrigste Stufe) einen weichen Teig rühren.

In zwei Formen füllen und 45 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 250°C vorheizen.

Nach dem Ende der Gare mittig einschneiden und mit reichlich Schwaden in den Ofen einschießen.
10 Minuten anbacken. Den Schwaden ablassen, die Temperatur auf 200°C reduzieren und das Brot in ca 45 Minuten fertig backen.

Es entsteht ein helles, lockeres und sehr würziges Brot. 

Guten Appetit und viel Spaß beim nachbacken wenn ihr mögt!

P.S: Bitte entschuldigt die einfach gehaltenen Fotos, die unserem kranken Kind geschuldet sind.

Großes Dinkel-Roggen-Vollkornbrot 

Ich hab‘ es getan… zum allerersten Mal…

Auf Grund eures tollen Feedbacks zu meinem letzten Rezept stand mein Kopfkino nicht mehr still 😉 

Nun also mein erstes komplett eigenes Brotrezept:

Wie ihr ja bereits lesen konntet, habe ich gestern Abend (20 Uhr) noch was vorbereitet:



Dinkelvorteig

  • 250g Dinkelvollkornmehl
  • 1g Hefe, frisch
  • 225ml warmes Wasser

-> gut mischen und an einem warmen Ort gehen lassen

Roggensauerteig

  • 150g Roggenvollkornmehl
  • 25g Anstellgut
  • 150ml warmes Wasser

-> ebenfalls mischen und an einem warmen Ort reifen lassen

Brühstück

  • 100g Roggenschrot
  • 150g Sonnenblumenkernen
  • 5g Salz
  • 250ml kochendes Wasser

-> Wasser aufgießen und über Nacht quellen lassen

Nach 12-14 Stunden den Hauptteig herstellen:

  • Dinkelvorteig
  • Roggensauerteig
  • Brühstück
  • 450g Dinkelvollkornmehl
  • 100g Roggenvollkornmehl
  • 15g Salz
  • 2EL Kürbiskernöl
  • 12g Hefe, frisch
  • 200ml Wasser

-> auf langsamer Stufe etwa 5 Minuten kneten. Es sollte ein straffer Teig entstehen.

Am einem warmen Ort 90 Minuten ruhen lassen.

Ofen frühzeitig auf 250°C vorheizen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten und rund wirken. 

Mit Schluss nach oben im Gärkorb erneut 45 Minuten gehen lassen. Dann auf den Einschießer stürzen mehrfach einschneiden und mit Schwaden in den heißen Ofen geben.

Nach 10 Minuten den Dampf ablassen und die Temperatur auf 200°C reduzieren. 

In ca. 50 Minuten fertig backen, Klopfprobe durchführen. Dann auf einem Gitter erkalten lassen.


Na, was meint ihr? 😉